Die Produktion von Nüssen in Spanien: Ein wachsender und nachhaltiger Sektor
29 / 10 / 2025
Die Produktion von Nüssen in Spanien: Ein wachsender und nachhaltiger Sektor
Wie aktuelle Daten zeigen, erreicht die durchschnittliche Nussproduktion in Spanien rund 421.000 Tonnen pro Jahr. Den größten Anteil daran hat die Mandel, die etwa 73 % der gesamten Nussproduktion ausmacht und auf nahezu 90 % der Anbaufläche wächst.
Die Mandel – das Herzstück des Sektors
Spanien gehört zu den drei größten Mandelproduzenten weltweit, gemeinsam mit den USA (Kalifornien) und Australien. Die wichtigsten Anbauregionen sind Andalusien, Aragón, Kastilien-La Mancha, Murcia, Valencia und Katalonien.
Das wachsende Interesse an einer gesunden Ernährung sowie die steigende Nachfrage nach Produkten wie pflanzlichen Drinks und gesunden Snacks haben den Mandelanbau in den letzten Jahren stark gefördert. Zudem eignet sich der Mandelbaum hervorragend für trockene und halbtrockene Regionen, was ihn zu einer wirtschaftlich attraktiven Kultur für Gebiete mit schwierigen Bedingungen macht.
Andere Nussarten auf dem Vormarsch
Obwohl die Mandel die Produktion dominiert, gewinnen auch andere Nussarten zunehmend an Bedeutung:
Pistazien verzeichnen ein starkes Wachstum, insbesondere in Kastilien-La Mancha, wo die klimatischen Bedingungen optimal sind. Die Produktion liegt bereits bei über 10.000 Tonnen jährlich, und die Erträge dürften in den kommenden Jahren weiter steigen, da viele junge Plantagen in die Ertragsphase eintreten.
Walnüsse, die vor allem in Katalonien, Kastilien und León sowie Galicien angebaut werden, zeigen ebenfalls eine positive Entwicklung – sowohl für den Lebensmittelmarkt als auch für die Kosmetikindustrie.
Haselnüsse, traditionell in Katalonien (Tarragona) verbreitet, behalten ihre Bedeutung, stehen jedoch aufgrund der starken internationalen Konkurrenz – vor allem aus der Türkei – unter Druck.
Wirtschaftliche Bedeutung und Nachhaltigkeit
Die spanische Nussproduktion erzielt einen wirtschaftlichen Wert von über 1,5 Milliarden Euro jährlich und verzeichnet wachsende Exporte, insbesondere in Länder wie Deutschland, Italien und Frankreich.
Viele Erzeuger setzen heute auf ökologische und nachhaltige Anbaumethoden, unterstützt durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und das wachsende Bewusstsein der Verbraucher für umweltfreundliche Produkte. Besonders wichtig sind dabei wassersparende Bewässerungssysteme wie Tröpfchenbewässerung und Präzisionslandwirtschaft, um die Wasserressourcen effizient zu nutzen – vor allem in den trockenen Regionen Südostspaniens.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Der Sektor steht vor mehreren Herausforderungen: internationale Konkurrenz, Preisschwankungen auf dem Weltmarkt und die Auswirkungen des Klimawandels, die Blütezeiten und Erträge beeinflussen können. Dennoch eröffnen technologische Innovationen, effizientes Wassermanagement und die Diversifizierung der Kulturen neue Chancen.
In den kommenden Jahren wird erwartet, dass die Anbaufläche für Pistazien und Walnüsse weiter wächst, während die Mandelproduktion mit neuen, ertragreicheren und widerstandsfähigeren Sorten ihre führende Rolle festigen dürfte.
Fazit:
Die spanische Nussproduktion befindet sich in einer Phase der Konsolidierung und Modernisierung. Mit über 400.000 Tonnen jährlich und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Qualität positioniert sich Spanien als einer der führenden europäischen Produzenten und Exporteure – mit großem Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren.
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